Entsorgungsanlagen . . .  
 
 
Komplette Entsorgung im Abfallwirtschaftszentrum
Die Rhein-Lahn-Kreis Abfallwirtschaft plant und organisiert die gesetzlich vorgeschriebene Verwertung und Beseitigung der im Kreisgebiet anfallenden Abfälle. Hierzu wurde der Deponiestandort Singhofen im Jahr 1974 eingerichtet und nach und nach zu einem modernen Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) ausgebaut.
 

Eingangskontrolle
Hier werden alle angelieferten Abfälle kontrolliert sowie Art und Menge über EDV erfasst.

   

Kleinanlieferbereich
Verschiedene Abfälle können die Verbraucher ins AWZ direkt anliefern, z.B. Bauschutt, Glas, Grünabfall, Holz, Papier, Schrott und Sperrmüll.
   

Bioabfallbehandlungsanlage
In der Anlage werden jährlich rund 30.000 Tonnen Bio- und Grünabfall zunächst mechanisch aufbereitet: Der Bioabfall gelangt über ein Förderband in eine Siebtrommel. Diese trennt den Bioabfall in große und kleine Teile, in die sogenannte Fein- bzw. Grobfraktion. Die abgesiebte Feinfraktion, ca. 30 Prozent, wird in einer externen Anlagen zu Kompost verarbeitet. Die Grobfraktion wird - soweit erforderlich - zerkleinert und anschließend in Tunnels biologisch getrocknet. Der getrocknete Bioabfall, ca. 70 Prozent, wird in einem externen Biomassekraftwerk in Strom umgewandelt.

Die Erzeugung von regenerativer Energie ist ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz. Neben Solar-, Windkraft- und Wasserkraftanlagen zählt dazu auch der Einsatz von Biomasse.

   
Annahmestelle für Problemabfall
Sonderabfälle, die beim Umweltmobil abgegeben werden oder die der Verbraucher direkt anliefert, werden identifiziert, sortiert und zwischengelagert. Von Zeit zu Zeit werden sie in die entsprechenden Verwertungs- bzw. Beseitigungsanlagen transportiert.
   

Mechanisch-biologische Abfallbehandlung (MBA)
Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben dürfen nur noch vorbe-handelte Abfälle deponiert werden. Seit Juli 2000 werden im Rhein-Lahn-Kreis Abfälle aus der grauen Tonne mechanisch-biologisch vorbehandelt.

Mechanische Vorbehandlung: In einer Halle wird der Restabfall auf die biologische Behandlung - die Rotte - vorbereitet: Eine Schredderanlage zerkleinert die Abfälle. Anschließend wird mit einer Siebtrommel die so genannte heizwertreiche Fraktion - überwiegend Kunststoffe - aussortiert und extern thermisch verwertet. Zwei Magnetabscheider entziehen dem Abfall die Metalle. Der Rest wird in einer Homogenisierungstrommel vermischt sowie befeuchtet und anschließend über ein geschlossenes Förderband in die Intensivrotte transportiert.

Biologische Vorbehandlung besteht aus zwei Teilschritten: In den so genannten Rottetunneln sorgen Mikroorganismen sowie eine optimale Belüftung und Bewässerung für den Abbau der organischen Bestandteile im Abfall. Nach vier bis fünf Wochen ist die erste Stufe, die Intensivrotte, abgeschlossen und der Abfall wird zur Nachrotte transportiert. Auf einer überdachten befestigten Fläche werden die Abfälle zu Mieten aufgeschüttet, regelmäßig umgesetzt, belüftet und bewässert.  Nach neun bis elf Wochen ist der biologische Prozess abgeschlossen. Das reaktionsträge Material kann nun deponiert werden.

Die Vorteile:

  • Die Abfallmenge wird reduziert.
  • Deponieraum wird gespart.
  • Weniger Sickerwasser und Deponiegas.
  Weitere Informationen zur MBA:
http://www.asa-ev.de/index.php?id=75

 
 

Deponiebetrieb
Die genehmigte Deponiefläche beträgt 42 ha. Seit ihrer Einrichtung 1974 wurde die Deponie technisch ständig weiterentwickelt:

  • Die hochwertige Basisabdichtung verhindert, dass Sickerwasser aus den Deponieflächen ins Grundwasser gelangt.
  • Eine besondere Oberflächenabdichtung schützt verfüllte Bereiche vor Auswaschungen.
  • Zur Kontrolle und Sicherung der Deponie werden verschiedene Anlagen betrieben: Wetterstation, Grundwassermessstellen, Regenrückhaltebecken.
  • Eine 3-stufige Reinigungsanlage stellt sicher, dass das Sickerwasser der Deponie wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt werden kann.
  • Aus dem Gas, das sich in der Deponie bildet, wird über einen Generator Strom gewonnen. Ein Beitrag zu Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz.