Mechanisch-biologische
Abfallbehandlung (MBA)
Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben dürfen nur noch vorbe-handelte
Abfälle deponiert werden. Seit Juli 2000 werden im Rhein-Lahn-Kreis
Abfälle aus der grauen Tonne
mechanisch-biologisch vorbehandelt.
Mechanische Vorbehandlung: In einer Halle wird der
Restabfall auf die biologische Behandlung - die Rotte -
vorbereitet: Eine Schredderanlage zerkleinert die Abfälle.
Anschließend wird mit einer Siebtrommel die so genannte
heizwertreiche Fraktion - überwiegend Kunststoffe - aussortiert
und extern thermisch verwertet. Zwei Magnetabscheider entziehen
dem Abfall die Metalle. Der Rest wird in einer
Homogenisierungstrommel vermischt sowie befeuchtet und
anschließend über ein geschlossenes Förderband in die
Intensivrotte transportiert.
Biologische Vorbehandlung besteht aus zwei
Teilschritten: In den so genannten Rottetunneln sorgen
Mikroorganismen sowie eine optimale Belüftung und Bewässerung
für den Abbau der organischen Bestandteile im Abfall. Nach vier
bis fünf Wochen ist die erste Stufe, die Intensivrotte,
abgeschlossen und der Abfall wird zur Nachrotte transportiert.
Auf einer überdachten befestigten Fläche werden die Abfälle zu
Mieten aufgeschüttet, regelmäßig umgesetzt, belüftet und
bewässert. Nach neun bis elf Wochen ist der biologische
Prozess abgeschlossen. Das reaktionsträge Material kann nun
deponiert werden.
Die Vorteile:
- Die Abfallmenge wird reduziert.
- Deponieraum wird gespart.
- Weniger Sickerwasser und Deponiegas.
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